TRADITIONELLE ZEREMONIEN

CHINESISCHE TEEZEREMONIE

Kung Fu Cha ist ein traditionelles chinesisches Tee-Herstellungsverfahren. Dieses Vorbereitungssystem wurde in den chinesischen Provinzen Fujian und Guangdong entwickelt. Heute ist es in ganz China verbreitet.

Kung Fu Cha (oder Gong Fu Cha) bedeutet in etwa „mit Sorgfalt und Aufmerksamkeit vorbereiteter Tee“. Cha bedeutet Tee und Kung fu hat zahlreiche Bedeutungen, unter anderem: harte Arbeit, Erzielung eines Ergebnisses, Aufmerksamkeit und Freizeit.
Die Pflege und Aufmerksamkeit, die in die Zubereitung des Kung Fu Tees gelegt wird, gleicht der athletischen Zubereitung und dies verdeutlicht, weshalb der Begriff Kung Fu sowohl für Tee als auch für chinesische Kampfkünste verwendet wird.

JAPANISCHE TEEZEREMONIE

Cha no yu („heißes Wasser für Tee“), auch bekannt als Teeritual, ist ein in Japan praktiziertes soziales und spirituelles Ritual, auch Chado o Sado genannt („Teeweg“).

Es ist eine der bekanntesten traditionellen Zen-Künste.
Ende des 16. Jahrhunderts wurden die Regeln durch den buddhistischen Mönch Zen Sen no Rikyu (1522-1591), dem Teemeister von Oda Nobunaga (1534-1582) und später von Toyotomi Hodeyoshi (1536-1598) festgehalten.

Sen No Rikyus Teeritual beinhaltet die Tradition der Zen Mönche Murata Shuko (1423-1502) und Takeno Joo (1502-1555).

EINKLEIDUNG DES KIMONO

Dieses traditionelle aus Seide gewebte Kleidungsstück stellt eines der größten Symbole der japanischen Kultur dar.
Die Kunst der Einkleidung des Kimonos verbirgt ein komplexes Ritual, das im Laufe der Jahre treu weitergegeben wurde.

Tatsächlich ist es für Frauen unmöglich, einen Kimono ohne Hilfe zu tragen, da das typische Damenoutfit aus mindestens zwölf Einzelteilen besteht, die nach genauen Anweisungen getragen, gebunden und fixiert werden müssen. Auch gibt es heute noch professionelle Assistenten, die Frauen beim Anziehen der Kimonos helfen.

Die Wahl eines Kimonos für einen Anlaß ist mit zahlreichen Symbolen und subtilen sozialen Botschaften verbunden. Die Wahl spiegelt das Alter der Frau, ihren Familienstand und die Formalität des Anlasses wider.

Für einen zeremoniellen Kimono braucht es Stunden der Vorbereitung, aber das Orient Festival ermöglicht dir bei der Einkleidung eines Kimonos für spezielle Anlässe teilzuhaben. Es werden Fachleute, die auf japanische Kunst und Kultur spezialisiert sind, vor Ort sein und werden den Besuchern die wesentlichen Schritte der Einkleidungkunst erläutern.

IKEBANA

Ikebana ist die japanische Kunst der Schnittblumen-Anordnung, früher bekannt als Kado. Ikebana ist eine sehr alte Kunst, die ihre Wurzeln im Orient hat (Indien, China), aber nur im künstlerischen und religiösen Kontext des Japans einen fruchtbaren Boden für ihre Entwicklung gefunden hat. Ursprünglich wurde die Blumenkunst nur von Adeligen und buddhistischen Mönchen praktiziert, welche die obere Volksschicht Japans repräsentierten und erst viel später verbreitete sie sich mit dem Namen Ikebana auch in der unteren Schicht.

 

AUSSTELLUNG DES ANTIKEN JAPANS (SAMURAI)

Von Battodo Italia

Ausstellung der traditionellen Elemente dieser faszinierenden Zeit Japans vom 15. bis 19. Jahrhundert.

Es werden typische Elemente der Kultur, insbesondere der Samurai vorgestellt, die berühmtesten Krieger der aufgehenden Sonne, mit ihrer Geschichte, ihren Rüstungen und ihrem legendären Ehrenkodex.

 

LANGSCHNABEL TEEKANNE

CHINESISCHE TEEZEREMONIE

In China gibt es zahlreiche verschiedene Methoden der Teezubereitung, welche sich von Region zu Region unterscheiden.

Darunter gibt es eine besondere Methode, ursprünglich aus der Sichuan Region, welche sich durch die Verwendung einer ganz besonderen Teekanne auszeichnet, die Chang Liu Hu „Langschnabel Teekanne“ genannt wird.

Diese wird zum ersten Mal beim Orient Festival von Marco Bertona, Vorsitzender des AdeMaThè, dem italienischen Verband der Teeverkoster und Meister, vorgestellt.

 

DIE KUNST DER CHINESISCHEN KALLIGRAFIE

Eine Kunstform, für die man einen tiefen Respekt hegt, nicht nur für die Verbreitung und Erhaltung, sondern auch als Hinweis für Intelligenz. Das Wort Shufa leitet sich vom Zeichen „Buch“  ab und zeigt wie sehr diese alte Kunst mit der Kultur verbunden ist.

In einer traditionellen Ausstellung werden Schrift und Poesie das Publikum für einen tiefen Moment voller Kunst und Kultur in das antike China projizieren.

 

 

BONSAI UND SUISEKI

Die alte Bonsai Kunst (vom japanischen „Anpflanzung in der Schale“) und die der Suiseki („Wasser und Stein“), entstand in China und verbreitete sich später in Japan. Im Laufe der Jahrhunderte haben die Japaner den ästhetisch philosophischen Aspekt entwickelt und versuchten ihren kleinen Bäumen (oder den Steinen) die gleiche evokativ-emotionale Kraft zu geben, die man im Kontakt mit der Natur, den Bäumen und Bergen verspürt.

 

ORIGAMI

Die Kunst des Papierfaltens stammt aus China im ersten Jahrhundert nach Christus.
Von hier breitet es sich nach Japan aus, wo es sein ideales Umfeld findet.

Die ersten Faltungen waren für das Verpacken von Arzneistoffen und aromatischen Pflanzen bestimmt; bald wurden sie von den Shinto-Mönchen in religiösen Ritualen verwendet und tatsächlich ist sie noch heute in Tempeln zu finden.

Die Papierfaltkunst verbreitete sich anschließend mit dem Namen Origami und Eltern bringen sie ihren Kindern bei. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde es ein fester Bestandteil der Kindererziehung im Kindergarten, Grundschule und in Mädchenhochschulen.

Origami ist eine Technik, ein Spiel, eine Kunst und all diese Dinge zusammen.

Ein Kind kann das Papier zum Spaß falten, ein Mathematiker, um die Geometrie zu studieren oder ein Architekt, um ein Modell zu bauen oder ein Künstler, um eine abstrakte Form zu kreieren.

 

SUMI-E MALEREI

Mit dem Zen-Mönch Beppe Mozuka Signoritti
Sumi-e Workshop für alle (Erwachsene und Kinder)

 

Der japanische Ausdruck Sumi-e bedeutet „schwarze Tinte“ (Sumi) und „Malerei“ (e) und bezeichnet eine der Kunstformen, in welcher die Motive mit schwarzer Tinte in verschiedenen Schwarz- und Grautönen gemalt werden.

Während diesem vier Tage langem kostenlosen Workshop gibt es für jeden die Möglichkeit diese Maltechnik zu probieren, die uns mit unserer Intimität verbindet und auf Körper und Atmung aufmerksam macht.

Durch die korrekte und natürliche Körperhaltung werden Koordination und die Geschmeidigkeit während der Bewegungsausführung verbessert, die Muskel-, Knochen-, Herz-, Kreislauf- und Atmungssysteme werden gefördert und die Homöostase wird entwickelt: die natürliche Abwehrfähigkeit des Körpers gegen Krankheiten.

 

MANDALA-ZEREMONIE

 

Mandala (Sanskrit Mandala, wörtlich „Essenz“ (manda) + „besitzen“ oder „enthalten“ (la)).

Das Mandala stellt, nach Ansicht der Buddhisten, den Prozess, durch den der Kosmos aus seinem Zentrum gebildet wurde, dar; durch eine deutliche Symbolik erlaubt er eine Initiationsreise, die einen innerlichen Wachstum erlaubt.

Das Mandala wird am Ende der Arbeit, nach einer gewissen Zeit, einfach „zerstört“ und der Sand, aus dem es besteht, weggefegt. Diese Geste erinnert an den Verfall der Dinge und an die Wiedergeburt, da die zerstörerische Kraft auch eine Kraft des Lebens ist.

 

Anlässlich des Festivals, unter dem Patronat des Tibet Culture House Italia Verbandes von Tam Ding Choepel, werden 6 Mönche des Samten Choeling Kloster aus Varanasi ein Mandala mit farbigem Sand auf einem 120 cm quadratischen horizontalen Sockel herstellen.

Es erscheint Zweidimensional, soll aber in einer dreidimensionalen Weise interpretiert werden, da es den Palast einer Gottheit (Buddha der Medizin) darstellt.

Die Vollendung eines Mandalas dauert ein paar Tage und es nehmen 6 Mönche daran teil, die sich verpflichten, die kostbaren Körner den ganzen Morgen und Nachmittag vor dem Publikum auf Kissen um den Mandala Sockel zu legen und durch Mundschutz zu schützen, um ein Verwehen des Sandes zu vermeiden. Nach Tradition wir das Mandala mit äußerster Präzision und Geduld verwirklicht und anschließend in einer kurzen Zeremonie, zerstört und im Wasser oder in der Luft (Fluss, Meer, Berge…) zerstreut.

 

SHODO DIE KUNST DER JAPANISCHEN KALLIGRAPHIE

 

Shodo (wörtlich „Weg des Schreiben“)  ist die nach Japan übernommene Kunst der chinesischen Kalligraphie (shufa).

Das Shodo beinflusste andere japanische Kunstformen, beispielsweise das sumi-e, ein Malstil, der die chinesische Tinte verwendet.

 

Auf dem Papier wird ein Pfad eingezeichnet, der aus seiner Innerlichkeit fließt; die daraus resultierende Zusammensetzung, die auf proportionalen Beziehungen, Rhythmen, Gleichgewichten, vollen und leeren Teilen usw. entspricht der Aufzeichnung eines Seismographen der menschlichen Seele.

 

STOFFMALEREI

 

Yuzen ist die Kunst der Stoffmalerei, deren Name von Yuzensai Miyazaki stammt, einem berühmten Fächermaler, der sie im 17. Jahrhundert entwickelt haben soll.

Die Technik des Yuzen basiert auf der Verwendung von Speisestärke.

Sobald das Design ausgesucht wurde, wird es freihändig auf das natürliche Gewebe aufgetragen, wobei ein pflanzlicher Saft als Tinte verwendet wird.
Dieser hat die Eigenschaft, die Farben, die anschließend mit großen Pinseln aufgetragen werden, nicht zu verändern.

Auf diese Weise wird der Hintergrund des Stoffes eingefärbt, außer die mit Speisestärke bedeckten Stellen.